Musik & Qualität

Geschrieben von am 12. Oktober 2012 | Abgelegt unter Kirchenmusik

Seit Jahren schon bin ich tätig die Schüler zu versehen mit guten spielbaren Sätzen aus dem EG, dazu gehören auch viele Sätze zum neuen Liedgut. Viele bestehende Sätze aus dem Begleitungsbuch sind zu kompliziert [für anfangende Schüler]. Ich bin durchaus aufgeschlossen für neues Liedgut, aber ich stelle wohl Ansprüche an die Qualität die nach meinem Empfinden in diesem Heft kaum vorhanden ist.
Schuster bleib bei deinen Leisten
Weil die altreformierte Kirche überhaupt keine Handhabung hat in Sachen Kirchenmusik, sowie Pastor Habbo Heikens es mal formulierte, und das in Folge dessen auch keine kompetente Beratung zur Verfügung steht, konnte es passieren dass jemand mit theologischer Ausbildung angestellt wurde als „Kirchenmusiker für die Jugend“,  ohne die dafür notwendige
kirchenmusikalische Ausbildung zu haben.  Umgekehrt wird ein Prediger auch nicht auf der Kanzel  zugelassen ohne eine geeignete Ausbildung: Schuster bleib bei deinen Leisten.
Das LDH ist in die Gemeinden durch die Hintertür reingekommen und wahllos übernommen und  eingeführt worden.
Wir als Fachleute sind nicht dazu gefragt worden und wir  sollen nun Begleitsätze dazu liefern?
Meine Arbeit
Ich möchte mich mit meiner Arbeit stark machen für die breit gefächerte Gemeinde, wovon die Jugend nur ein Teil ausmacht. Das letzte Wort ist hierüber noch nicht gesprochen. Meine Erfahrung als Ausbilder zeigt deutlich, dass die  Jugend  sehr aufgeschlossen ist für Qualität, wenn man sie richtig heranführt.  Das gilt sowohl für  das alte als auch das neue Liedgut: zum Beispiel ein Psalm in einem Satz  von Goudimel, Moolenaar als auch ein  zum Beispiel von mir harmonisiertes Lied „Herr gib mir Mut zum Brückenbauen“.

de_flagSeit Jahren schon bin ich tätig die Schüler zu versehen mit guten spielbaren Sätzen aus dem EG, dazu gehören auch viele Sätze zum neuen Liedgut. Viele bestehende Sätze aus dem Begleitungsbuch sind zu kompliziert [für anfangende Schüler]. Ich bin durchaus aufgeschlossen für neues Liedgut, aber ich stelle wohl Ansprüche an die Qualität die nach meinem Empfinden in diesem Heft kaum vorhanden ist. 98,7 % ist unbrauchbar für die Orgel als Begleitungsinstrument.

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Schuster bleib bei deinen Leisten
Weil die altreformierte Kirche überhaupt keine Handhabung hat in Sachen Kirchenmusik, sowie Pastor Habbo Heikens es mal formulierte, und das in Folge dessen auch keine kompetente Beratung zur Verfügung steht, konnte es passieren dass jemand mit theologischer Ausbildung angestellt wurde als  Kirchenmusiker für die Jugend,  ohne die dafür notwendige kirchenmusikalische Ausbildung zu haben. Umgekehrt wird ein [Ältesten] Prediger auch nicht auf der Kanzel zugelassen ohne eine geeignete Ausbildung: Schuster bleib bei deinen Leisten.
Das LDH ist in die [reformierten] Gemeinden durch die Hintertür reingekommen und wahllos übernommen und  eingeführt worden.
Wir als Fachleute sind nicht dazu gefragt worden und wir  sollen nun Begleitsätze dazu liefern?

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Meine Arbeit
Ich möchte mich mit meiner Arbeit stark machen für die breit gefächerte Gemeinde, wovon die Jugend nur ein Teil ausmacht. Das letzte Wort ist hierüber noch nicht gesprochen. Meine Erfahrung als Ausbilder zeigt deutlich, dass die Jugend sehr aufgeschlossen ist für Qualität, wenn man sie richtig heranführt. Das gilt sowohl für das alte als auch das neue Liedgut: zum Beispiel ein Psalm in einem Satz von Goudimel,  Molenaar als auch ein  zum Beispiel von mir harmonisiertes Lied Herr gib mir Mut zum Brückenbauen.

Egbert Schoenmaker

Siehe auch: Die Verkündigung muss neu erfunden werden: Der rappende Pastor bietet die Lösung?

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3 Kommentare zu “Musik & Qualität”

  1. am 23. Juni 2012 um 00:13 1.Fritz Baarlink schrieb …

    Lieber Egbert!
    Kannst Du bitte polemische oder unsachliche Behauptungen meiden? Auf einer sachlichen Ebene können wir gerne über alles “streiten” und dann habe ich auch keine Probleme damit, wenn wir uns nicht einig sind – aber wenigstens MITeinander gesprochen haben. Und wenn wir dann Polemik und Gehässigkeiten weg lassen, ist der Sache, der wir GEMEINSAM dienen wollen, gedient.
    In Deinen Zeilen oben ist die Rede von “jemand mit theologischer Ausbildung angestellt wurde als Kirchenmusiker für die Jugend“, ohne die dafür notwendige kirchenmusikalische Ausbildung zu haben”. Wen meinst Du? Ich kenne keinen Theologen, den wir als Kirchenmusiker angestellt haben. Oder meinst Du Dieter Wiggers? Und anders als Du es beanspruchst (“Umgekehrt wird ein Prediger auch nicht auf der Kanzel zugelassen ohne eine geeignete Ausbildung”) lassen wir sehr wohl Ältestenprediger auf der Kanzel und das ganz aus gutem Grund, weil die Verkündigung eine Sache der Gemeinde ist – und auch von Laien geschehen kann. Wir wollen Gaben und Begabungen nutzen, auch ausserhalb der Hauptamtlichen. Mit etwas gutem Willen(!) profitiert davon die Gemeinde!
    Die Dinge, die Du aus Deiner Arbeit beschreibst, wissen wir sehr zu würdigen, auch deine für Anfänger geeigneteren Arrangements zu Psalmen und zu einem neueren geistlichen Lied wie “Herr gib mir Mut zum Brückenbauen”. Diesen Mut müssen wir aber nicht nur vertonen sondern auch praktizieren, diesen Mutwünsche ich Dir und mir und allen, die helfen können, dass auch in Zukunft noch Gemeinden leben. Gegenseitige Verteufelungen und Gehässigkeiten helfen niemandem! Du schreibst: 90% der Lieder sind für die Begleitung durch die Orgel ungeeignet. Wir können ja mit dem Brückenbauen anfangen, indem wir feststellen, welche 10% aus dem LDH folglich durchaus auch von unseren Orgelprofis als singbar eingestuft werden. Und wenn ich dann Bausen, Braun oder andere fragen, kommen vielleicht noch 20% hinzu. Das wäre schon mal was. Solche Brücken brauchen wir – und die derzeit vergiftete Stimmung kann einem Frieden weichen! Machst Du mit?
    Herzliche Grüße! Fritz Baarlink

  2. am 26. Juni 2012 um 21:32 2.Egbert Schoenmaker schrieb …

    Ich bin ganz deiner Meinung: Sachlich lässt sich über Inhalte gut streiten. Leider vermisse ich bei dir und den meisten Beiträgen diese Sachlichkeit*.

    Es werden von dir hauptsächlich emotionale Argumente angetragen und an dem Inhalt / dem Kern vorbeigeredet.

    Du vergleichst einen Ältestenprediger mit dem von euch angestellten Kirchenmusiker für die Jugendliche.

    Eine Begabung darf und kann man nicht gleichsetzen mit einem Kirchenmusikstudium von 5 Jahren. Es ist höchstens eine gute Voraussetzung für ein solches Studium.
    Die Ältestenprediger haben auch eine Ausbildung durchlaufen und eine Prüfung abgelegt.

    Die Pastoren haben wohl die Macht aber nicht das Wissen auf musikalischem Gebiet und das ist eine Schieflage.

    *Einige gute Beispiele mit sachlichen Argumenten gibt es von Jan Hagmann [Lass dich hören in der Kritik] weiter von Maria und Claus Konrad beim Artikel von Sietze de Vries: Ein Kirchenmusiker steht der ganzen Gemeinde zur Verfügung.

  3. am 26. Juni 2012 um 23:40 3.Beate Klompmaker schrieb …

    Der Pastor und der Kirchenmusiker.
    Eine ganz besondere Beziehung. Hier der Musiker, der auf der emotionalen Ebene viel mehr spirituell rüber bringen kann als der Pastor, jedoch blass auf der Empore hinter der Orgel versteckt sitzt. Dort der Pfarrer, der Redner, der Liturg, der leitet und oft erhoben sich auf der Kanzel im Mittelpunkt stehend präsentiert.
    Der alte Streit zwischen Wort und Gesang/Bild. Der uralten Konflikt auf Neidebene-ist menschlich. Und sollte nicht überbewertet werden.
    Aber Achtung: Es darf noch mehr Qualität auf musikalischer Ebene sein. Wenn der Rapp des Pfarrers gut ist, ist er ok. Vielfalt und noch mehr Experiment sind gefragt, es bringt doch nichts irgendwo in der Kirchenmusikgeschichte stehen zu bleiben. Ein Musiktipp hier, YouTube: Barbara Dennerlein.
    Qualität setzt sich meiner Meinung nach eh durch.
    Die musikalisch gelebten 150 Psalmen sind in der altref. Tradition eine Stärke. Was gut ist soll gestärkt werden. Mach also weiter so Egbert, schlechten Christpop gab es schon immer, keine Angst also vor der Zukunft.

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